26.01.2026
Applaus für die Zukunftsmacher! Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main feiert Meisterinnen und Meister im Handwerk
Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK) vergab nun bei der Meisterfeier 2026 in Frankfurt am Main die Meisterbriefe an mehr als 500 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus verschiedenen Gewerken. Insgesamt absolvierten im vergangenen Jahr mehr als 700 Nachwuchskräfte ihre Meisterprüfung bei der HWK. Die Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Susanne Haus, Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, und Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, gratulierten dem Führungskräftenachwuchs zu seinem Erfolg.
(Frankfurt, 24.1.2026) 507 Handwerkerinnen und Handwerker aus insgesamt 26 Gewerken erhielten unter viel Applaus in der Alten Oper in Frankfurt ihre Meisterbriefe. Der Meisterbrief gilt weltweit als Qualitätssiegel und ist in Deutschland in vielen Gewerken die Voraussetzung, einen eigenen Betrieb gründen und ausbilden zu können. Er ist dem akademischen Abschluss „Bachelor Professional“ gleichgestellt. Die Meisterprüfung ist in vier Teile gegliedert: einen praktischen, einen fachtheoretischen, einen betriebswirtschaftlichen und einen berufspädagogischen.
Meisterbrief als Zeichen für Leistung und Verantwortung
In ihrer Rede hob Kammerpräsidentin Susanne Haus die Relevanz von leistungsstarken und verantwortungsbereiten Fachkräften für die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Bedeutung des Handwerks für ein zukunftsfähiges Deutschland hervor. „Sie sind Zukunftsmacher für unser Land!“, so Präsidentin Susanne Haus. Gleichzeitig forderte sie mit Blick auf die Politik: „Von der Politik brauchen wir die entsprechenden Rahmenbedingungen: Wir brauchen Bürokratie-Entlastung und Planungssicherheit. Wir brauchen Förderzusagen und Reformen. Kurzum: Wir brauchen eine solide Basis, auf der wir wirtschaften und wachsen können.“
Wertschätzung von Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori
Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betonte: „Es ist toll, was die Jungmeisterinnen und Jungmeister hier geleistet haben, davor habe ich größte Hochachtung. Sie haben in den vergangenen Jahren Anstrengung, Zeit und auch Geld investiert und dieser Rahmen ist die angemessene Würdigung ihrer Leistung. Aber nicht nur die Jungmeisterinnen und Jungmeister profitieren von ihrem Abschluss. Die hessische Wirtschaft bekommt mit ihnen höchstqualifizierte Fachkräfte, welche ihrerseits wieder den Nachwuchs ausbilden können. Genau deswegen unterstützen wir als Land gerne mit der kostenfreien Meisterausbildung über die Aufstiegsprämie in Höhe von 3.500 Euro. Und freuen uns über die starke Partnerschaft mit den Kammern, die die Anträge bearbeiten. So gelingt eine starke berufliche Weiterbildung, die uns alle weiterbringt.“
Enger Austausch zwischen Hochschule und Handwerk
Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke, Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), machte in seiner Festrede deutlich: „Der enge Austausch zwischen Hochschule und Handwerk schafft ein gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung für die verschiedenen Kompetenzen. Fragestellungen aus der Praxis nehmen wir als Forschungsfragen auf. In der Ausbildung profitiert die anwendungsnahe wissenschaftliche Perspektive der Hochschule von der anwendungsnahen praktischen Perspektive des Handwerks – und natürlich umgekehrt."
Auszeichnung der Besten
Eva Wunsch-Weber, Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank Rhein/Main, gratulierte den besten Jungmeisterinnen und -meistern mit einem „Besten-Bonus“. Auch Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, ehrte besonders erfolgreiche Jungmeisterinnen und -meister aus Frankfurt mit einer finanziellen Unterstützung der Frankfurter Handwerksstiftung.
Lebenslanges Lernen im Handwerk
Neben den jungen Meisterinnen und Meistern bekamen weitere 42 Handwerkerinnen und Handwerker Urkunden für ihre fachliche Weiterbildung: 22 Geprüfte Betriebswirte und Betriebswirtinnen nach der Handwerksordnung, elf Geprüfte Verkaufsleiter/innen im Lebensmittelhandwerk, acht Internationale Meister/innen (HWK) und ein Geprüfter Fachmann in der internationalen Zusammenarbeit. Thorsten Schäfer-Gümbel, Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, gratulierte den Internationalen Meisterinnen und Meistern, die sich für berufliche Einsätze im Ausland qualifiziert haben.
Betonung des Miteinanders im Handwerk
Thomas Heinz, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, betonte im Bühnentalk mit Moderator Daniel Fischer die vielfältigen Chancen, sich auch als Nachwuchs im
Handwerk ehrenamtlich einzubringen und die Strukturen sowie die Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Zahlen und Fakten Meisterfeier 2026
- Die Meisterbriefe der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main wurden in 26 Gewerken vergeben: Bäcker/in, Dachdecker/in, Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) und Holzspielzeugmacher/in, Elektrotechniker/in, Feinwerkmechaniker/in, Fleischer/in, Friseur/in, Gebäudereiniger/in, Gerüstbauer/in, Installateur/in und Heizungsbauer/in, Kälteanlagenbauer/in, Karosserie- und Fahrzeugbauer/in, Kraftfahrzeugtechniker/in, Land- und Baumaschinenmechatroniker/in, Maler/in und Lackierer/in, Maßschneider/in, Maurer- und Betonbauer/in, Metallbauer/in, Orthopädieschuhmacher/in, Parkettleger/in, Schilder- und Lichtreklamehersteller/in, Schornsteinfeger/in, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in, Zahntechniker/in, Zimmerer/in, Zweiradmechaniker/in
- Von den bei der Meisterfeier ausgezeichneten Fachkräften waren ca. 11 % Frauen.
- Die vor Ort zahlenmäßig am stärksten vertretene Gruppe war die der Elektrotechniker mit 67 Personen, gefolgt von den Kälteanlagenbauern (62 Personen) und den Fleischern (46 Personen).
Über die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main ist als Körperschaft öffentlichen Rechts erste Ansprechpartnerin für mehr als 33.000 Handwerksbetriebe mit rund 160.000 Beschäftigten und rund 9.000 Auszubildenden in der Metropolregion Rhein-Main (Landkreise Hochtaunus, Main-Taunus, Groß-Gerau, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Odenwald sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Darmstadt und Offenbach). Als „Wirtschaftsmacht von Nebenan“ generierten die Mitgliedsbetriebe der Kammer einen Umsatz in Höhe von 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2024. Zu den Kernaufgaben der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zählen neben Aspekten der hoheitlichen Selbstverwaltung des Handwerks - wie etwa Ausbildung, Prüfungswesen und Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle - auch berufliche Bildungsangebote, Nachwuchskräfteförderung und vielfältige Beratungsangebote für Betriebsinhaber, wie beispielsweise zu Themen der Betriebsübergabe an nachfolgende Generationen. Als Botschafter des Handwerks zählt auch die Interessensvertretung auf regionaler, Bundes- sowie EU-Ebene zu den Aufgaben der Handwerkskammer. www.handwerkskammer-rhein-main.de